1996 Alli fahrid besser mit Opal

1996 PlakatLustspiel in zwei Akten von John Patrick.

Wer oder was ist Opal? Unwillkürlich denkt man dabei an eine Kostbarkeit.  Und wahrlich ist die Titelheldin dieses Stückes ein Juwel, allerdings  ein ungeschliffenes. Ihr Alter gibt sie so in der Mitte zwischen fünfundvierzig  und fünfundfünfzig an. Von Beruf ist sie Sammlerin (Abfälle).  Sie haust mit einem streunenden Kater in einer heruntergekommenen Villa,  inmitten von wertlosem Plunder, gebrauchten Teebeuteln und einer auch  sonst eigentümlichen Ordnung:

Ihre Kekse bewahrt sie in einem Blechkanister  auf, auf dem Dachteer steht, den Hustensaft in einer Flasche mit der Aufschrift  Haarwasser und die Cornflakes findet man unter dem Stichwort Stahlwolle. Opal  Peasant ist ein Unikum, aber ein liebenswertes, zu liebenswert, denn soviel  guter Wille und Gelassenheit auf einem Haufen ist für manchen Zeitgenossen  schon fast eine Zumutung. Ständig hat sie einen launigen Spruch parat,  wie z.B. : Die alten und die neuen Neuigkeiten sind alle gleich: Nur die  Namen der Leute und der Orte ändern sich. Für einen Mann gibt  es nur zwei Gründe auf die Knie zu gehen – entweder er betet oder  er hebt Geld auf. Manche Menschen stützen ihren Glauben auf Tatsachen.  Ich nicht. Ich glaube einfach. Und überhaupt ist sie davon überzeugt:  “Wenn man Freunde hat auf dieser Welt, kann einem nichts passieren!”  Und sie fügt gern noch hinzu: “Gott segne alle guten Menschen  und die bösen von mir aus auch. “Ob ihre drei neuen Freunde,  die eines Tages in ihr sonderbares Domizil hineinschneien und dort Unterschlupf  suchen, diesen Idealvorstellungen entsprechen, muss sich aber erst  herausstellen.